Brasiliens Fußball-Star MARTA(Quelle:) Er tut`s schon wieder! Auch in diesem Sommer schreibt Deniz Yücel in der taz wieder seine Fußball-Kolumnen.Und diese, ihres Zeichens allerbösartigste Satire, schmeißen so ziemlich alle Ressentiments und kleingeistigen Vorurteile zusammen, die mensch sich nur vorstellen kann: Rassismus, Sexismus, Homophobie, Alters-Feindlichkeit, alles, was Sie wollen ... und dies in derart überspitzter Form, dass man so manches Mal laut loslachen muss (Wenn z.B. bemäkelt wird, dass Birgit Prinz mal wieder "unsere" Nationalhymne nicht mitsingen mag, und zudem noch ein verkniffenes Gesicht zeigt). Dann wieder bleibt einem das Lachen im Halse stecken: die reine Quantität dieser unappetitlichen Anhäufung von Stammtisch-Weltsicht lässt es einem buchstäblich hochkommen. Die Fußballerinen sind dann allesamt entweder "süße Babes" oder "Lesben mit schlechten Frisuren"; die nigerianischen Spielerinnen werden zu "Nigerinnen"; Birgit Prinz wird zu "Oma-Prinz", die orientierungslos über den Platz stolpert; und ob Silvia Neid denn doch nicht genügend "Eier" habe, da mal durchzugreifen (muss da nicht doch ein Mann her??).So oder ähnlich geht es munter weiter, mit noch vielem mehr, einer ganzen Kanonade, und dies in Folge, denn bereits am 2. Juli gab es die siebte Folge mit dem schönen Titel: "Für uns oder für die Nigerinnen?" und man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Vielleicht beides. Die Kommentar-Leiste auf taz-online platzt erwartungsgemäß aus allen Fugen; die meisten Leser*innen sind nicht "amused" ob soviel angehäufter Übelkeiten und sprechen Yücel die Satirefähikeit...
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