20. Sep. 2018, 02:04

Erfahrung von Ungerechtigkeit

Am 20.1. 2011 fand eine interne Diskussionsrunde zum Thema "Ist die Kunstwelt gerecht?" an der HfG Offenbach statt. Als Aufzeichnung gesendet bei Radio X am 4.2. 2011.

Dabei tauchte die Frage auf, wie die Kunstschaffenden selbst mit der Erfahrung von Ungerechtigkeit im Kunstbetrieb umgingen? Wie flösse das in ihre Werkproduktion ein?

Thing Frankfurt greift diese wichtige Frage mit einer Postkarte auf.

Thing Frankfurt Postkarte zur Ungerechtigkeit im Kunstbetrieb

Gerade im Zusammenhang mit der Kommunalwahl fragen wir Dich:

Wie fließt die Erfahrung von Ungerechtigkeit im Kunstbetrieb in Deine eigene Arbeit ein?

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2 weitere Fragen

Michael Lingner, HfbK Hamburg (www.ask23.de), hat mir heute zwei weitere Fragen zugeschickt:

1. Wie fließen die ungerechten gesellschaftlichen Strukturen in den
Kunstbetrieb ein ?

2. Inwiefern bist Du mit Deiner Arbeit an der Ungerechtigkeit im
Kunstbetrieb direkt beteiligt ?

Ungerechtigkeit in der Gesellschaft

Ihre erste Frage hat mich übrigens diese Nacht wach gehalten.

Seltsamerweise habe ich ein ausgeprägtes Gefühl für Ungerechtigkeit im Kunstbetrieb. Während mir das für die Gesellschaft insgesamt nicht recht kommen will.

Ich denke an einen Freund in Hamburg, der nach seinem Architekturstudium nur noch Taxi fährt. Das erfüllt mich mit Bitterkeit, aber spiegelt sich darin gesellschaftliche Ungerechtigkeit?

Ungerecht?

Was ist schlecht daran Taxi zu fahren? Der Beruf hat Sinn und Zweck.
Die Gesellschaft in der wir leben entwickelt für alle Tätigkeiten einen Preis. Die Art und Weise, wie dieser Preis entwickelt wird, ist nicht angemessen - es gibt Menschen, die mit unsinnigen Dingen sehr viel Geld verdienen, und andere, die von sinnvoller Arbeit kaum leben können ( z. B. Taxifahrer).
Ein Schritt in die Richtung, scheint mir das bedingungslose Grundeinkommen - vorausgesetzt es ist hoch genug, um davon ein würdiges Leben führen zu können.

Peter Panther

Re: Ungerecht

Hallo Peter,

es geht hier nicht per se um Taxifahrer, sondern um die Frage, ob es ein Zeichen von Ungerechtigkeit ist, wenn gut ausgebildete Menschen schlecht bezahlt werden. Das können Künstler sein, oder hier noch als Parallele der Architekt, der Taxi fahren muss.

Gegen ein Grundeinkommen hätte ich nichts, solange es eine Grundsicherung, aber kein Ersatz für mangelnde Entlohnung ist.

Grüße
Stefan

Reaktionen auf Facebook

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Brent-Yves Debecker Als Protest und Widerspruch, als gelebter Zwiespalt, als ungelebtes individuelles Lebenspotential, vergeudet, verschwendet und entwertet, in einseitiger, marktwirtschaftlicher Zu- wie Unterordnung ...
February 5 at 12:35pm · LikeUnlike
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Thing Frankfurt Jetzt hab ich gelesen "markwirtschaftliche Unordnung" -:)
February 5 at 9:24pm · LikeUnlike
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Brent-Yves Debecker auch ein schöner, guter Begriff, vielleicht sollten wir zusammen Texte schreiben, dekonstructivistisch oder so etwas..?
February 5 at 9:36pm · LikeUnlike
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Rober Tone eijo, ich hab mich entschieden, meinen angeborenen sadismus zu professionalisieren. so quäle ich andere menschen damit, die ergebnisse meiner kreativität zu konsumieren. fühlt sich gut an!
February 6 at 12:36am · LikeUnlike · 1 personLoading...
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Runa Rosina Menges Ungerechtigkeit => Kampfgeist => Antrieb
February 6 at 2:01pm · LikeUnlike
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Brent-Yves Debecker ?@ robtone - das ist wahrscheinlich noch kein "Konsum" sich deinen Werken auszusetzen,.. und was ist mit Iconoclasten?

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